Venezuela - ein Land, das man lieben muss

Ein Paradies in Südamerika   venezuel.pcx (3231 Byte)

FLÄCHE: 916700 Quadratkilometer            WÄHRUNG: Bolivar

EINWOHNER: Ca. 22 Millionen                  AMTSSPRACHE: Spanisch

HAUPTSTADT: Caracas                                REISEZEIT: Ganzjährig

ZEIT: MEZ -5 h, MESZ -6 h                           ENTFERNUNG: Ca. neun Flugstunden

 

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Begegnungen

Erster Kontakt

"Venezuela – un pais para querer" – ich konnte kaum fließend lesen, da kam mir ein Aufkleber mit diesem Aufdruck in die Hände. Das heißt, es waren viele, die mir mein Vater mitgebracht hatte, und bald klebten sie auf meinem Ranzen, auf meiner Federmappe, auf den Umschlägen meiner Schulhefte. Ich weiß nicht, warum es mir diese Worte so angetan hatten, ich weiß nicht, ob die Übersetzung, die ich mir Jahre später zusammenreimte, stimmt. In jedem Fall bedeutet mir dieser Satz eines, das ich mittlerweile auch aus eigener Erfahrung schätzen gelernt habe, und zwar "Venezuela – ein Land, das man lieben muss". Es hat lange gebraucht, bis ich diesen Staat im Norden Südamerikas kennen- und liebengelernt habe, heute aber ist mir so, als wären die Strände, die Berge, die Wälder, die Menschen, Tiere und Pflanzen schon immer in meinem Herzen gewesen, als hätten all diese Dinge nur darauf gewartet, zugeordnet, erkannt zu werden. Die folgenden Zeilen sollen in mir die Erinnerung an die Zeit vor und nach der ersten Begegnung wach halten, die Erinnerung an die erste Reise in das Land meiner Träume, die mir so viel gegeben hat und die mein Leben zwar nicht äußerlich veränderte, mich im Inneren aber zu einem anderen Menschen machte. Ich gehöre seitdem zu den wenigen Zeitgenossen, die sich wirklich einen Herzenswunsch erfüllen konnten. Dafür bin ich vielen Freunden zu Dank verpflichtet. Meiner Heike, die ihre Wünsche hinter den meinen zurückstellte, meinem Lieblingscousin Wieland, der mir ein äußerst angenehmer Reisegefährte war, und natürlich Rolf und Erik, Karin, Yvonne, Claudia, Rosalinda und all den lieben Menschen, die ich in Venezuela kennen lernte und die auf immer einen Platz in meinem Herzen haben werden. Hasta luego, amigos.

Das unerkannte Land

Welche Faszination ging für mich schon immer vom Orinoco und seinen Erwähnungen in Büchern und Filmen aus, ohne dass ich verinnerlichte, wo dieser Strom eigentlich entlang fließt! Wie oft habe ich den Roman "The lost World" von Arthur Conan Doyle verschlungen, ohne dass mir richtig bewusst wurde, dass darin das Land in meinem Herzen beschrieben wird! Welchen eigentümlichen Reiz übte schon immer der Klang der spanischen Sprache auf mich aus, wie fieberte ich schon immer mit dem südamerikanischen Fußball – auch wenn Venezuela da keine allzu große Rolle spielt. Ehrfürchtig und voller Sehnsucht hörte ich den Großen zu, wenn sie bei Familientreffen von Tante Martha erzählten, die schon oft in Südamerika war.

Das unerreichbare Land

Das Land meiner Träume - und ein traumhaftes LandAber wo lag denn Südamerika? Unerreichbar weit weg. Genau so weit wie der Mond oder die Planeten, die ich in unzähligen utopischen Romanen besuchte. Genau so weit wie zum Beispiel Kassel, das zwar nur anderthalb Autostunden, dafür aber Welten entfernt war. Dazwischen war eine Mauer, und die schien ebenso unüberwindbar wie die Lichtgeschwindigkeit. Und so war dann auch Südamerika, war Venezuela nichts weiter als ein Traum, den ein Junge so vor sich hin träumt, so ein Traum wie der Flug ins Weltall und die Entdeckung anderer intelligenter Lebewesen. Und ebenso wenig, wie man wirklich darunter leidet, nicht schneller als das Licht fliegen zu können, weil es nun einmal (wahrscheinlich) nicht geht, ebenso wenig litt ich darunter, Venezuela nie sehen zu können. Es war ja "nur" ein Traum, an den man auch im Wachzustand gerne denkt, in den man sich manchmal flüchtet, den man aber nicht wirklich lebt.

Langsames Erwachen

Dann kam der 25. August 1989. Es war der Geburtstag von Erich Honecker, der Geburtstag meines Vaters, und der Tag meiner Entlassung nach zwei Jahren und zehn Monaten des Dienstes bei der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik. Mittlerweile war mir immerhin klar, was ich werden wollte – mit 22 Jahren war das wohl auch langsam an der Zeit – aber was mich erwarten würde, wusste ich nicht. Journalist beim Zentralorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands im Bezirk Erfurt, irgendwann würde ich das wohl sein, erst einmal hatte "Das Volk" mich als Volontär aufgenommen und mir somit eine Zukunft gegeben, die, so hoffte ich, mir mehr bot als nur das Zwischenstadium bis zur Rente. Wie wohl fast alle Menschen in dem Alter wollte ich etwas verändern, auch wenn mir nicht ganz klar war, was. Das, was sich in den folgenden Monaten und Jahren aus dem Arbeiter- und Bauernstaat entwickelte, der mich wohlbehütet aufwachsen ließ, war und ist von meinen damaligen Vorstellungen aber mit Sicherheit noch weiter entfernt als ein anderes Sternensystem.

Aber das berührte mich an dem "Tag danach" nicht, vielmehr freute ich mich darauf, auf der Heimreise von der Insel Rügen mit meinen Eltern einen Zwischenstopp in Berlin einzulegen, bei meinem Lieblingscousin Wieland. Dort traf mich dann der erste Schicksalsschlag, und interessanterweise merkte ich nicht so richtig etwas davon. Da war einer, Erik, der irgendwie mit uns verwandt war. Er saß im Sessel (der, der seitdem eine leicht defekte Armlehne aufweist) und war schneller eingeschlafen, als man sich so richtig mit ihm unterhalten konnte. Irgendwas hatte er mit der Botschaft zu tun, der von Venezuela in der DDR, und irgendwie wussten das auch alle schon seit längerer Zeit, oder seit immer, aber mir hatte es keiner gesagt. Wohl deshalb, und auch, weil ja ein neuer Lebensabschnitt vor mir stand und ein ganz prägender hinter mir lag, ließ mich das alles relativ kalt. Heute kann ich das eigentlich nicht verstehen, begreife ich nach wie vor nicht, wie ich diesen Abend verbringen konnte, ohne alles von dem verwandten "Fremden" in mich aufzusaugen. Aber zum einen hatte der ja geschlafen, und zum anderen hatte ich wohl einen totalen Aussetzer.

Mein Traum ist mit mir verwandt

Erst spät wurde mir klar, dass da ein Stück von meinem Traum geschlafen, vielleicht sogar geträumt hatte. Erst spät wurde mir klar, dass da ein Becker, sogar ein doppelter, nämlich Erik Becker Becker gesessen hatte, und dass dieser Becker, mein Großcousin Erik oder inzwischen, wenn auch nicht korrekt, aber altersmäßig passender, mein Onkel Erik, nicht nur irgendwann mal in Südamerika, in Venezuela gewesen ist, sondern dass er dort aufgewachsen war, dort gearbeitet hat, dort seine Wurzeln hat, in dem Land, das ich zwar noch nicht kannte, aber schon vermisste.

Es geschah einfach zu viel in dieser Zeit, um Träumen nachzuhängen, so greifbar nah ihre Erfüllung auch schien. Ich sah einen Staat verschwinden, der mir nie weh getan hatte, in dem ich mich immer geborgen fühlte. Ein Staat, der mir Sicherheit gegeben hatte, Zukunft, und der mir auch Träume schenkte. Ich war der DDR, der Regierung nie wirklich böse, dass sie mir die Türen in ein paar Himmelsrichtungen verschloss. Ich war am Schwarzen Meer in Bulgarien glücklich, ich erlebte tolle Momente in Odessa, auf dem Dnepr, in Kiew, in Moskau und Leningrad, in der CSSR. Ich war glücklich an der Ostsee, überall dort, wo ich mit meinen Eltern oder Freunden hinreiste. Mir fehlte Mallorca nicht, mir fehlt es heute noch nicht. Ich war ein Teil von diesem kleinen Land an der Grenze zweier Lebensauffassungen, in dem Träume geträumt wurden von einem Leben ohne Sorgen, ohne Angst, ohne Krieg. Natürlich, es war auch ein Land, in dem gelogen wurde und betrogen, in dem falsche Tatsachen zu unumstößlichen Leitsätzen erkoren und Phrasen gegen Probleme eingesetzt wurden. Und trotzdem war es ein Land, dessen Verschwinden auch heute noch einen faden Nachgeschmack bei mir hinterlässt. Nicht nur, weil das, was daraus geworden ist, in vielen Bereichen alles andere als eine Verbesserung darstellt, sondern auch, weil mit diesem Land, von einer kleinen Anzahl von Menschen, auch eine große, schöne Idee zerstört oder zumindest für Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, unbrauchbar gemacht wurde.

Aber wie gesagt, in den Monaten nach meiner ersten echten Berührung mit Venezuela geschah einfach zu viel, als dass ich mich ernsthaft meinen Träumen hingeben konnte. Ich hatte, so ziemlich auf den letzten Drücker, eine Arbeit gefunden, die mir nicht nur lag, sondern mir darüber hinaus einen riesigen Spaß machte. Fragen und Schreiben, neugierig sein. Und mit dieser beruflichen Neugier kam auch Stück für Stück die private Neugier zurück. So langsam bekam ich dann auch etwas mehr Durchblick in Sachen Verwandtschaftsverhältnisse, erfuhr, dass dereinst Hans Becker (Bruder meines Opas Henrik) irgendwie über China nach Venezuela gekommen war, dort sesshaft wurde und auch Nachwuchs in die Welt setzte, nämlich Erik und Rolf. Von dieser Erkenntnis und dem Bewusstsein, dass am Ziel meiner Träume sogar noch jemand war, mit dem ich eine Familie gemeinsam hatte, war es nur noch ein kleiner Schritt bis zu dem Entschluss: Venezuela, wir kommen.

Auf einer Wasserbüffelfarm auf der Halbinsel PariaDas "wir" beinhaltete neben mir natürlich meinen Lieblingscousin Wieland, und im Jahr 1991 schmiedeten wir, noch im mehr oder weniger It is al long way to Venezuela . . .Geheimen, aber doch sehr ernsthaft, Pläne für die große Reise über den großen Teich. 1992 sollte es endlich so weit sein, sollte ein Traum, "der" Traum, in Erfüllung gehen. Aber die Reisepläne kollidierten mit anderen Plänen, nämlich der Familienplanung. Maja war unterwegs, und damit war natürlich klar, dass ich meine Heike und meinen Kai nicht einfach so allein lassen konnte. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, hoffte ich, und widmete mich erst einmal einem anderen – wahr gewordenen – Traum, nämlich dem eines glücklichen Familienlebens.

Das Band reißt nicht ab

Inzwischen hatte sich das verwandtschaftliche Band etwas gedehnt, Onkel Erik war plötzlich Botschafter in Bulgarien, aber die innere Verbindung zu ihm, zu seinem Teil der Familie, riss nie ab. Und mit seiner Rückkehr nach Deutschland, nunmehr als Botschafter der Republik Venezuela in der BRD, wurde auch der äußere Kontakt geknüpft. 1996 war es dann zum zweiten Mal an der Zeit, die Planungen für die große Reise begannen erneut. Gemeinsam mit Wieland entstand der grundsätzliche Fragenkatalog, der erste Brief nach Venezuela, an Rolf und Karin, wurde verabschiedet, und nach längerem Warten mit der ersehnten Antwort belohnt – die Bereitschaft, uns zu empfangen, war da. Allein diese Bereitschaft bedeutete schon so unendlich viel, immerhin waren wir ja auch für sie Fremde, von denen sie nicht viel wussten. Die Planungen wurden konkreter, wir stiegen in Sachen Mitteilung auf das Fax und das Telefon um, da Briefe nach Venezuela so lange unterwegs sind, dass man meinen möchte, sie werden mit einem Ruderboot befördert. Zwischendurch war einmal unsere Adresse im Umbau-Chaos bei Rolf und Karin verschwunden, aber Erik knüpfte nach einem seiner Heimatbesuche den Faden wieder, und die Entwicklung nahm ihren Lauf.

Der Weg ist auch ein Ziel

Gemeinsam mit den nun intensiveren Reisevorbereitungen kam auch die Beschäftigung mit dem Land in Gang, Reiseführer und umfangreiches Material, das wir von der Botschaft geschickt bekamen, eröffneten mir eine Vielfalt, die selbst in meinen Träumen nie so bunt gewesen war. Allein schon die Auswahl der Reiseziele war ein Genuss, ein Stromschnellen am Caroni in Puerto OrdazEintauchen in eine fremde Welt, und schon nach den ersten groben Überschlägen war klar, dass der Mindestaufenthalt drei Wochen betragen muss und selbst dabei wirklich nur ein kleiner Einblick zustande kommen kann. Schließlich wollte ich mich nicht irgendwo an den Strand legen, sondern das Land kennen lernen, in dem ein Teil von mir lebt. Schon durch das Vertiefen in die Literatur kam ein so enger Kontakt zustande, wie ich es nie zuvor erlebt hatte. Ich wusste, dass ich jeden Tag, jede Stunde in Venezuela genießen würde, wenn ich nur einmal dort wäre, und so war die Reisevorbereitung, waren die Stunden der intensiven Beschäftigung mit dem Ziel meiner Träume die ersten Ausflüge auf die Inseln und in die Berge, die ersten Kontakte mit den Menschen. Dann endlich, dank der Unterstützung und Beratung von Rolf und Karin, war der Termin klar. Im Oktober 1997 sollte ich das erste Mal südamerikanischen Boden betreten.

Sparen war angesagt, denn schon die ersten Informationen aus Caracas hatten deutlich werden lassen – das Paradies hat seinen Preis. Aber was soll es, dachte ich mir, solch einen Traum erfüllt man sich nur einmal. Damals wusste ich nicht, dass dieses Land, die Menschen, die ich dort treffen werde, süchtig machen, mich nicht mehr loslassen, und dass das eine Mal nur das erste Mal sein wird. Nun, Geld hat es trotzdem gekostet, und die erste Ausgabe war der Flug. Im April buchte ich ihn, und ab diesem Moment war mir klar: Venezuela – jetzt trennt uns nichts mehr.

Der Tag davor

Der Tag davor begann ein halbes Jahr davor, mit dem Buchen der Flüge. Nicht, dass ich es hätte nicht erwarten können. Nach so vielen Jahren unbewussten und bewussten Wartens war es nicht das Reisefieber, der unbedingte Drang, sofort loszufliegen, es war die riesige Vorfreude, die die Zeit lang werden ließ. Und es war die erste Zeit auch die Frage, wie man uns aufnehmen wird, ob wir für Rolf und Karin eine Last sind. Insofern war ich froh, dass sich im Rahmen ihres sommerlichen Deutschlandbesuches auch die Möglichkeit eines Treffens bot, noch dazu in Bonn, bei Onkel Erik, auf den ich ebenso neugierig war. Es war der 7. August, als ich mich auf den Weg nach Bonn machte – und mir während meiner in spannender Erwartung blitzschnellen Fahrt am Kirchheimer Dreieck gleich einen Drei-Punkte-Eintrag in Flensburg samt einer 139 Mark-Spende für notleidende hessische Staatsdiener einfing. In Bonn angekommen, erwartete mich die erste große Überraschung. Trotz seines randvollen Terminkalenders hatte sich Erik Zeit genommen, musste nur am Rande der Klimakonferenz seine venezolanische Delegation in der Innenstadt treffen, was mir die Gelegenheit gab, das schöne Stadtzentrum einer ersten Visite zu unterziehen. Über Eriks Fahrkünste schweigt des Sängers Höflichkeit, in jedem Fall ist es ein Abenteuer an sich, mit ihm Auto zu fahren. Alleine schon der kurze Trip in die Innenstadt war besser als jede Sightseeing-Tour, und als mir Erik dann noch eröffnete, dass wir die mir bis dahin auch noch völlig unbekannte Yvonne, Tochter von Rolf und Karin, vom Bahnhof abholen werden, nahm der Tag einen noch erfreulicheren Verlauf. Es wurde ein sehr lustiger Abend, der mir auch noch die Bekanntschaft mit Virginia, Yvonnes Reisegefährtin, brachte, und die Bekanntschaft mit Sigrid, der guten Seele und ordnenden Hand der venezolanischen Residenz. Der Höhepunkt war, als wir kurz nach Mitternacht auf Yvonnes 30. Geburtstag anstoßen konnten, und spätestens zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich nicht mehr wie bei einem Besuch bei Bekannten, sondern ich wusste, ich war zu Hause. Dann kam sie, die lange und bange erwartete erste Begegnung mit Rolf und Karin. Ich bin heute noch beeindruckt davon, wie herzlich und unbefangen mich dieDer Karibik entgegen beiden in ihre Arme nahmen, so, als hätte man sich nur längere Zeit nicht gesehen. Für immer wird mir der Satz von Rolf im Gedächtnis bleiben, der auf meine Worte der Freude, nun auch endlich einmal den anderen Teil der Familie kennenzulernen, antwortete: "Es gibt keine Teile, es gibt nur eine große Familie Becker". Und wenn ich schon vorher immer stolz auf den Zusammenhalt in unserer großen Sippe war, die sich trotz großer räumlicher Entfernungen nie fremd geworden ist, die sich bei jedem Treffen immer wieder über den gleichen Unsinn kaputt lachen kann, dann haben mich diese Worte in meinem festen Glauben bestärkt, dass es auf dieser Welt nichts Besseres gibt als eine Familie, in der man sich geborgen fühlt. Wie im Flug vergingen dann die Wochen bis zum Flug. Die Kontakte mit Rolf und Karin nahmen zu, allerdings kamen wir in unserem Bemühen, schon von Deutschland aus den Aufenthalt und die einzelnen Stationen unserer Landeserkundung festzuklopfen, nicht sehr weit - allein die von Rolf übersandten Prospekte mit Kosten für einen Kurztrip in den Urwald ließen uns die Haare zu Berge steigen und warfen unsere finanziellen Überlegungen total über den Haufen. Schließlich hatten wir damit gerechnet, pro Tag so um die 50 Dollar auszugeben, allein eine sechstägige Urwaldtour hätte uns aber mehr als 1100 Dollar pro Kopf gekostet. Um eine Illusion ärmer, aber keinesfalls enttäuscht und immer noch voller unendlicher Erwartung, machten wir uns am 2. Oktober auf nach Frankfurt.

Die Reise ins Land der Träume

Wir hatten Britisch Airways auserkoren, uns am 3. Oktober nach Caracas zu tragen, hauptsächlich deshalb, weil die kürzeste Gesamtreisezeit und die günstigen Hin- und Rückflugzeiten uns den längstmöglichen Aufenthalt in Venezuela versprachen. Nach Zwischenlandung und Umsteigen in London-Gatwick ging es – anderthalb Stunden verspätet – mit einer großen, dicken Boing, mehr oder weniger gut unterhalten von Filmen in englischer Sprache mit spanischen Untertiteln, auf die große Reise in das Land meiner Träume. Es waren bestimmt günstige Windströmungen und nicht unsere fieberhafte Erwartung, die den Flieger die Hälfte der Verspätung aufholen ließen, in jedem Fall freuten wir uns trotz der 45minütigen Verspätung über die kürzere Flugzeit. Kurz nach 15 Uhr Ortszeit sahen wir die Bergkette, die Caracas vom Karibischen Meer trennt, sahen wir den Flughafen und die ersten, relativ trostlosen, Ansiedlungen. Dann endlich setzte die Maschine auf, rollte zu ihrem Gate. Klamotten geschnappt, in die lange Schlange eingereiht, und los ging es, die letzten Schritte bis auf venezolanischen Boden. Um 15.15 Uhr verließen wir die trockene Kühle des Flugzeuges – und liefen in den feuchten Schwamm der Flughafenluft, die erst nach einigen Schritten durch Klimatisierung etwas angenehmer wurde. Nach leidlicher Kälte in Deutschland hatten wir uns zwar auf einen großen Sprung eingestellt, ein solches Treibhaus allerdings hatte ich nicht erwartet. Noch vor der Zollkontrolle rentierte sich unser Reiseführer (der übrigens ein Vorwort von Onkel Erik beinhaltet), indem er uns nämlich verriet, wie wir die Touristenkarte oder besser "Tarjeta des ingreso" auszufüllen haben. So kamen wir problemlos an dem Beamten der Passkontrolle vorbei, der auch dem Reiseführer entsprungen sein könnte, dort nämlich wird diese Spezies als oftmals herablassend bis unwirsch bezeichnet. Die Zollkontrolle hatte einen guten Tag, man ließ uns nämlich ungehindert passieren, und kurz darauf lagen wir uns mit Rolf und Karin in den Armen, froh und glücklich, am Ziel unserer Träume.

Venezuela spricht Deutsch

Schwer beladen schleppten wir uns zu Rolfs Auto, schweißtriefend schon nach wenigen Metern. Wie wohlklingend waren da Karins Worte, dass es in Caracas viel angenehmer sei, und nachdem wir uns, in die Autoschlange auf der einzigen Straße zwischen Flughafen und Caracas eingereiht, durch die beiden Tunnel geschoben hatten, konnten wir, trotz allen Lkw-Qualms, schon die kühlere Luft spüren. Alles rauschte an mir vorbei, Autos, Ranchos, Hochhäuser – nur langsam verstand ich, was ich sah. Ich war in Südamerika, in Venezuela, in Caracas. Und es dauerte nicht lange, da war ich zu Hause. Auch wenn ich die nächsten Tage benötigte, um zu kapieren, wo das Haus denn nun eigentlich so in Caracas liegt, und auch wenn ich glaube, dass Caracas eine Stadt ist, in der sich kaum jemand zurecht finden kann - hinter der hohen Mauer, bei Rolf, Karin, Yvonne und ihrer Schwester Claudia fühlte ich mich sofort daheim. Ach so, da waren auch noch Bappo und Grizzly, ein Schlappohr und ein Grautier, die uns auf unserem ersten kurzen Rundgang begleiteten. Und da waren auch noch andere Anwohner, mit denen wir nachts Bekanntschaft machen sollten. Aber vor das Ausruhen hatten deutsche Politiker sowie Rolf und Karin einen Termin geschoben. Während erstere nämlich den 3. Oktober zum Tag der Deutschen Einheit erkoren hatten, waren letztere zur Feier dieses Tages in die Deutsche Botschaft in Caracas eingeladen, und da mussten die Besucher aus Deutschland natürlich mitkommen. Standesgemäß angezogen, versteht sich. Und so musste ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine Krawatte um den Hals würgen. Fast 31 Jahre konnte ich mich erfolgreich drücken, nun hatteDas erste Mal im Leben mit Krawatte mich die Schlinge erwischt. Ich überstand die Tortur mit Anstand, auch wenn man mir sicher meilenweit gegen den Wind ansah, wie unwohl ich mich fühlte. Der Empfang selbst? Nun, wie sagte Onkel Rolf, als wir ihm am Ende der Reise von einem Erlebnis mit deutschen Touristen erzählten: "Schütze uns vor Sturm und Wind und Deutschen, die im Ausland sind". Auch wenn wir selber zu letzterer Gattung gehörten, zog es uns an dem Abend mehr zu den einheimischen Gästen der Veranstaltung. Natürlich, es gab auch sehr interessante, nette Gesprächspartner unter den Deutschen, ältere Damen, mit denen die Unterhaltung sehr viel Spaß machte. Bis auf wenige Ausnahmen empfanden wir die männlichen Vertreter aus deutschen Landen allerdings als ziemlich arrogant und eher unangenehm, während die Venezolaner - und deren holde Damenwelt - uns bald in anstrengende, aber äußerst unterhaltsame Gespräche verstrickte, die mit einen deutsch-englisch-spanischen Kauderwelsch sowie Händen und Füßen bestimmt auch für die Umstehenden hohen Unterhaltungswert besaßen. Wenn wir alle Einladungen, die uns im Verlaufe dieses Abends von Einheimischen gemacht wurden, angenommen hätten, wären wir die gesamten drei Wochen keinen einzigen Tag aus Caracas und der direkten Umgebung herausgekommen. Dadurch wurde es doch noch ein sehr angenehmer Abend, auch wenn wir uns am Ende nach der langen Reise kaum noch auf den Beinen halten konnten. Das furchtbarste Erlebnis dieses Abends war übrigens die bayerische Blasmusik, selbst die Krawatte war nicht so schlimm. Aber wo man deutsch spricht, kann ein Bayer nicht weit sein. Kein Wunder, wenn man im Ausland Deutschland nur mit Weißwurscht, einer Maß Bier und albernen Volkstänzen verbindet. Ein Glück, dass es Alexander von Humboldt gab und die Familie Becker gibt. Da hat Venezuela wenigstens auch etwas Vernünftiges von uns Deutschen abbekommen.

Zwiespältiges Caracas

Caracas selbst hat einen absolut zwiespältigen Eindruck bei mir hinterlassen. Wenn man sich in der Stadt bewegt, dann ist sie laut, dunkel, nicht gerade sauber, kurz – nicht unbedingt das, was man sich unter lebens- und liebenswert vorstellt. Dabei sind es nicht einmal unbedingt die Ranchos, die Wohngebiete der Ärmsten der Armen, die mit ihren abenteuerlichen Bauten an schwindelerregenden Steilhängen den Eindruck der Stadt negativ beeinflussen. Genau kann ich es gar nicht beschreiben, aber irgendwie fehlt dieser Stadt das Flair, das höchsten in einigen Ortsteilen oder auf dem "Plaza Bolivar" aufkommt. Dieser eher negative Eindruck ändert sich aber schon, wenn man die Kernzone verlässt, in die kleineren Wohngebiete vorstößt und zunehmend auch auf Grün trifft. Es ist erstaunlich, wie viele Pflanzen in den kleinen Vorgärten gedeihen, und so gesehen ist es genau so erstaunlich, dass man sie im Stadtkern nicht in diesem Maße gedeihen lässt. Verlässt man aber das Tal und begibt sich auf einen beliebigen der umliegenden Berge, dann ist Caracas wohl eine der schönsten Städte der Welt. Kaum anderswo kann man eine Millionenstadt so von oben sehen, kann man seinen Blick schweifen lassen über die dünner besiedelten Seitentäler und die auf der Gegenseite aufragenden Berge. Das Gefühl ist unbeschreiblich, und wenn dann die Wolken ihre Schattenformationen über das Tal gleiten lassen, dann fühlt man etwas von der Leichtigkeit der Südamerikaner, ihrer Lebensfreude, dann glaubt man, Berge versetzen zu können. Natürlich schwindet dieser Eindruck schnell, wenn man sich wieder in das immerwährende Verkehrschaos im Tal zurückbegibt, aber allein die Erinnerung daran, über dieser Stadt gestanden zu haben, gibt ein Stück dieser Unbeschwertheit zurück.

Der Reichtum des Landes

Wenn man mich fragt, was das Schönste in Venezuela ist, dann kann ich darauf keine konkrete Antwort geben, denn es gibt hier so viele Gegenden, die einem den Atem rauben, dass es einfach nicht möglich ist, etwas als die Krönung herauszugreifen. Wenn man mich aber fragt, was das Beste in Venezuela ist, dann kann ich ohne Umschweife antworten – die Einwohner. Gut, ich war das erste Mal in der Lage, Leute in einem anderen Land wirklich kennenzulernen, sie in ihrem privaten Bereich zu treffen und ein Stück ihres Alltags mitzuerleben. Dennoch bin ich fest der Meinung, dass eine solche Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit und auch Lebensfreude ihresgleichen sucht. Ich bin noch heute fasziniert von dem Entgegenkommen, das wir genossen, der Neugier und der Hilfsbereitschaft. Wer hier auf die Palme geht, ist selbst dran schuld - oder sportlichAnders als in den Vereinigten Staaten, wo mir die Reaktionen der Amerikaner sehr oberflächlich vorkamen, habe ich mich in Venezuela wirklich angenommen gefühlt. Ich glaube nicht, dass man in Deutschland ohne weiteres den unbekannten Verwandten der Freundin der Tochter seine Eigentumswohnung überlässt, dass man ohne aufgefordert zu werden ungeheure Anstrengungen unternimmt, um diesen Fremden den Aufenthalt so angenehm und erlebnisreich wie möglich zu gestalten. All das habe ich in Venezuela erlebt, und dafür bin ich unendlich dankbar. Nicht nur, weil mir dadurch ein unvergesslicher Urlaub geschenkt wurde, sondern auch und vor allem deswegen, weil ich selber ein Stück dazugelernt habe. Dazugelernt von denen, die mir gezeigt haben, wie man mit anderen umgehen kann, auch wenn man vielleicht sogar davon ausgeht, sie nie wieder zu sehen. Ob nun Rosalinda oder ihre Mutter, Paco oder Lisbeth in Caracas, ob nun Carlos oder Israel in Merida oder an dem Traumstrand schlechthin die Familie Merle und Toni, der weder deutsch noch englisch sprach und mit dem ich mich trotzdem prächtig verstand – sie alle und alle anderen haben mir unendlich viel gegeben, vielleicht sogar mehr, als sie selber glauben. Ja, der eigentliche Reichtum dieses Landes ist nicht das Öl, ist nicht das Eisenerz und ist nicht die Landschaft, es sind die Menschen, die Venezuela liebenswert machen.

Natürlich gibt es hier, wie überall in der Welt, zu viele Leute, denen es so schlecht geht, dass man ihr Leben aus unserer Sicht kaum für lebenswert hält. Natürlich sind die Ranchos, in denen die Ärmsten der Armen an schwindelerregenden Hängen in und um Caracas leben, schockierend anzusehen. Und natürlich ist es ein Irrglaube, anzunehmen, dass eine Zunahme des Touristenstromes in die "Perle der Karibik" diese Probleme lösen kann. Wenn man aber in Deutschland hört, dass die Ursachen für die Ausländerfeindlichkeit das soziale Gefälle der Gesellschaft und die zunehmende Armut sein sollen, dann kann man eigentlich nur den Kopf schütteln. Ich glaube nicht, dass in Deutschland ein Mann Botschafter werden könnte, dessen Eltern Venezolaner sind. Und die Ausrede, dass es ja im Prinzip keine Venezolaner gibt, sondern die ja zum Großteil Nachfahren irgendwelcher Auswanderer sind, hinkt auch gewaltig. Schließlich sind es ja deren was weiß ich wie viele Kindeskinder, und wer weiß schon in Deutschland genau, ob seine Vorfahren nicht vor 300 Jahren oder mehr aus einem anderen Land gekommen sind. Selbstverständlich gibt es auch in Venezuela einen beachtlichen Nationalstolz, und es gibt ähnlich wie zwischen Deutschen und Österreichern Rivalitäten mit bestimmten Nationen. Der Umgang mit Menschen anderer Länder und Kulturen ist aber unvergleichlich freier, unbelasteter. Zumindest war das der Eindruck, den ich gewonnen habe.

Die Schönheit des Landes

Natürlich ist Venezuela auch für denjenigen eine Reise wert, der nicht tiefer hinter die Kulissen schauen möchte, es gibt so viele wunderschöne Gegenden. Freilich, Schönheit ist immer subjektiv, auch im Falle Venezuelas. Dennoch bin ich sicher, dass sich niemand, der offenen Auges durch das Leben geht, der Schönheit dieses Landes entziehen kann. Alleine schon die unvergleichliche Vielfalt auf einem relativ eng begrenzten Raum bietet für nahezu jeden Geschmack etwas. Ob Inseln, Strand, Berge oder Ebene, wer in Venezuela etwas Besonderes sucht, wird es finden. Einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen "Los Roques" – die Inselgruppe eine halbe Flugstunde vor Caracas – ebenso wie die Anden im Gebiet von Merida, der Orinoco und die Halbinsel PariaWie im Film - Playa Medina im Osten des Landes mit einem der schönsten Flecken dieser Erde, der "Playa Medina". Ich hätte nie geglaubt, dass das Wasser in einem Meer so viele Eindrücke, so viele grundverschiedene Erinnerungen hinterlassen kann. Der Bereich "unterhalb" von Caracas hat etwas Zivilisiertes, Hotels und Strände für Einheimische sind mit Steinwällen gegen die Wellen geschützt. Aber man muss nur mehrere Kilometer weiter die Küstenstraße entlang fahren, und schon kommt man in eine Welt von bizarren Felsen, die sich hoch über den Strand erheben. Gischt, die meterhoch in die Luft spritzt, lässt einen schnell vergessen, dass man ganz in der Nähe einer Millionenstadt ist.

Ein Flug nach "Los Roques" ist schon so etwas wie ein Zwischenstopp auf dem Weg ins Paradies, in den Buchten der spärlich bewachsenen Inseln taucht man ein in eine andere Welt. Mit Schnorchel, Taucherbrille und Flossen Yvonne.jpg (6221 Byte)bestückt, unternimmt man in Sekundenschnelle eine Reise in die Welt großer und kleiner Korallen, farbenprächtiger Fische, die mal in beachtlicher Größe allein, dann wieder im Kleinformat in unzählbarer Menge greifbar nah um einen herumschwimmen. "Playa Medina" hingegen ist das, was man schlichtweg einen Traumstrand nennt. Nicht sehr lang, von Felsen abgeschirmt, mit einen superschmuseweichen Strand und Palmen, die sich zum Wasser neigen – wer dieses Fleckchen Erde einmal kennengelernt hat, wird in seinem Herzen immer einen Teil davon herumtragen und kann in tristen Momenten Kraft schöpfen aus dem Traum aller Träume. Und so wie die Landschaft ist hier auch das Wasser. Es ist erfrischend, und trotzdem kann man stundenlang darin herumtollen, ohne dass einem kalt wird. Die Tatsache, dass hier ein "Club Med" entstehen soll, macht für mich die Begegnung mit diesem in seiner fast unwirklichen Schönheit eigentlich unbeschreiblichen Ort noch wertvoller, auch wenn sich dadurch ein kleiner Schatten auf die Erinnerung legt durch das Bedauern daran, dass es bald ein idyllisches Plätzchen weniger auf der Welt gibt.

Wasser begleitet einen eigentlich fast überall in Venezuela. An der Küste ist es naturgemäß das Meer, aber auch in den Anden stellt das flüssige Element einen bedeutsamen Erinnerungsfaktor dar. Wer einmal von Mucuchies zur warmen Quelle gewandert ist, in einer Höhe von 3500 Metern über dem Meeresspiegel, über den Wolken, seine Hand in das badewannenwarme Wasser getaucht hat, der wird in Verbindung mit diesem beeindruckenden Gebirge immer auch an dieses Wasser denken. Ebenso geht es mir mit dem Spiegelbild der Berge 4000 Meter über der Meeresoberfläche, das aus einem Bergsee ein unvergessliches Panorama macht. Diese raue Landschaft, mit ihrem spärlichen, aber dennoch interessanten Bewuchs, ihren wettergegerbten Bewohnern und ihren teilweise bizarren Formen sowie die kleinen Ortschaften – ich kann jetzt verstehen, dass selbst in Venezuela, das nun wahrlich von der Natur gesegnet ist, diese Region zu den beliebtesten Reisezielen gehört, noch dazu, weil Reisen hier auch für die Durchschnittseinwohner noch bezahlbar geblieben ist.

Dieses Wasser kommt von den TafelbergenWas aber wäre wohl eine Begegnung mit Venezuela ohne eine Begegnung mit dem Orinoco? Dieser riesige Fluss ist mit Sicherheit ein Synonym für Abenteuer, für fremde Länder, für unentdeckte Gegenden. Und selbst inmitten der Zivilisation ist der Strom absolut atemberaubend, ist die Stelle des Zusammenflusses mit dem Caroni viel mehr als nur "Café con leche" – Kaffee mit Milch – wie er treffenderweise aufgrund der interessanten Farbverteilung genannt wird. Dieser Zusammenfluss ist nämlich auch der Treffpunkt zweier Urwaldströme, von dem der eine, der Caroni, immerhin auch vom höchsten Wasserfall der Erde gespeist wird. Er bringt etwas mit sich vom Geheimnis der Tafelberge, die, auch dank der beeindruckenden Nationalpark-Politik der Regierung, ihre Ursprünglichkeit bewahrt haben und den Slogan "Venezuela – das bestgehütetste Geheimnis der Karibik" mit Leben erfüllen. Und eines weiß ich ganz gewiss – die Tafelberge mit ihren Wasserfällen werden irgendwann auch mich eindringen lassen in die "Lost World" von Arthur Conan Doyle.

Auf Wiedersehen, Venezuela

Egal, ob es nun die Inseln, die Berge, der Strand, der Fluss oder die Städte sind – Begegnungen mit Venezuela sind immer Begegnungen der besonderen Art. Und wenn ich auch nicht weiß, was mir mein Leben noch bringt – ich weiß, dass ich dieses Land wiedersehen werde, und ich weiß, dass ich dann erneut auf Entdeckungstour gehe. Wer einmal einen Traum erlebt hat, kann nicht mehr von ihm lassen. Don’t dream it, be it.

Arnstadt im April 1998

Thomas Becker

 

Diese Zeilen sollen auch ein Dank an die sein, die mir geholfen haben, einen Traum zu erleben. Dank also an meine Eltern, Wieland, an Erik, Rolf, Karin, Yvonne, Claudia, Rosalinda, Paco, Lisbeth, Israel, Carlos, die Familie Merle und Toni, sowie ganz besonders natürlich an meine Liebsten, an Heike, Kai und Maja.

 

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